Milatos-Höhle

Die Höhle von Milatos

Kirche in Milatos-Höhle

Die kleine Kirche in der Milatos Höhle, zusammen mit dem Denkmal mit den Gebeinen der Gefallenen rechts.

Im Februar 1823 flüchteten aus der Umgebung von Milatos 2.500 Frauen mit ihren Kindern zusammen mit 150 bewaffneten Männern in die Höhle, um der Armee von Hashan Pascha, welche bei Neapoli lagerte, zu entkommen. Dieser schickte seinen Schwager Mohamed-Ali-Hushein-Bei zusammen mit 5.000 Soldaten aus, um sie lebend zu fangen.

Die Belagerung dauerte 22 Tage. Zum Artilleriebeschuß, Hunger und Durst kam zusätzlich der Gestank der Leichen hinzu. Dieser konnte nicht mehr ertragen werden und somit beschlossen die Eingeschlossenen ihren Widerstand aufzugeben und die Höhle zu verlassen. Hushein vergaß jedoch seinen Auftrag und befahl, die älteren Menschen zu isolieren und ließ sie an einen Ort führen, an dem seine Reiterei sie zu Tode trampelten. Die Babys wurden aufgeschlitzt und die jüngeren Frauen und Kinder als Sklaven verkauft. Die Männer wurden sofort oder später auf der Festung Spinalonga hingerichtet, die Priester auf Scheiterhaufen verbrannt.

Das war das Ende des Dramas in de Höhle von Milatos.

Im Jahr 1937 wurde eine kleine Kirche, die dem Heiligen Thomas gewidmet wurde, im Inneren der Höhle errichtet und ein Denkmal mit den dort gefundenen Gebeinen der Gefallenen errichtet.

Tipp: Zur Besichtigung der Milatos-Höhle außerhalb der Hauptsaison wird die Mitnahme einer Taschenlampe empfohlen, da der elektrische Generator zur Stromerzeugung in dieser Zeit gewöhnlich nicht läuft.


Fotos von der Höhle von Milatos

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