Lassithi-Hochebene

Ausflug auf die Lassithi-Hochebene.

Lassithi-Hochebene

Lassithi-Hochebene

Wegbeschreibung mit Karte und Infos, Fotos und Video zur Besichtigung des Plateus, der Kronios- und Zeus– (Psychros, Diktaion Andron), Ruinenstadt Karfi, Kloster Vidani.

Auffahrt zur Lassithi-Hochebene

Dörfer auf der Hochfahrt zur Lassithi-Hochebene.

Etwa nach 8,6 km auf der alten Straße von Agios Nikolaos nach Iraklion geht eine Abzweigung nach links zur Lassithi-Hochebene. Man fährt durch das Tal Krasi und nach 12 km trifft man auf eine Kreuzung, wo die Straße von Neapoli ankommt. Wir fahren die linke Abzweigung zur Lassithi-Hochebene hinauf. Schon nach etwa 1 km beginnt die Straße sich zu winden und Kurven zu schlagen, um an den Hängen der Berge hinaufzuführen. Da die Straße nicht allzu breit ist, muß man gerade in der Hochsaison auf entgegen kommende Fahrzeuge – zumeist mit unkundigen Touristen – achten. Allerdings gibt es Bus- und auch Land-Rover-Touren auf die Lassithi-Hochebene, wodurch man die Fahrt mit einem Mietwagen auch vermeiden kann.
Nach 16 km erreichen wir die Dörfer Kato und Pano Amygdali.

Nach 23 km passieren wir die Grenze der Provinzen Merabellou und Lassithi bei Katakalou. Dies ist eine imposante Landschaft unmittelbar nahe dem Berg Aloida (1664 m), wo auf der rechten Seite aus Ton gebaute Mühlen stehen und auf der linken Seite ein tiefes Tal ist, durch das ein Bach läuft. Nach 25 km erreichen wir das Dorf Exo Potami in einem grünen, flachen Tal mit wilden Walnuss- und Apfelbäumen und Zypressen.

Lassithi-Hochebene vom Pass

Lassithi-Hochebene vom Pass Patera ta Selia aus gesehen.

Nach 33 km kommt der höchste Punkt auf dem Ausflug an der Spitze des Passes Patera ta Selia (Höhe 1.100 m) mit einer atemberaubenden Aussicht. Hinter uns liegt das wilde, steile Tal von Potami und vor uns breitet sich die Lassithi-Hochebene mit ihren tausenden von Windmühlen und zahlreichen Dörfern in ihrer ganzen Pracht aus.

Nach 36 km erreichen wir das erste Dorf, Mesa Lassithi. In der Mitte des Dorfes neben der Kirche, geht ein Weg in das 8 km entfernte Psychros. Dort erreichen wir die kreisförmige Ringstraße innerhalb der Hochebene. Wir wählen den Weg in die rechte Richtung, welcher hier bis zur Rückkehr zu diesem Ausgangspunkt nun beschrieben wird.

Kronos-Höhle

Nach 39 km und nach dem wir das Dorf Marmaketo passiert haben, geht eine Abzweigung nach rechts, wo wir nach ca. 2 km zu der Kronos-Höhle (Kronio, oder Trapeza) kommen, der ältesten religiösen Höhle auf der Lassithi-Hochebe. Die Höhle wurde einen langen Zeitraum bewohnt, seit der Jungsteinzeit bis in die Vorpalastzeit, etwa 2.600 v.Chr. Gegen Ende der ersten Epoche der Vorpalastzeit wurde die Höhle verlassen und ihre Stellung wurde von der Diktaion-Höhle eingenommen.
Bei den Ausgrabungen, welche im Jahr 1936 vorgenommen wurden, gab es eine Vielzahl von Funden an Votivgaben, gewöhnliche Gaben, Figuren und Keramik.

In der Kronos-Höhle, bekannt bei Archäologen als Trapeza, Evans und Penlebury wurden auch Gräber der Jungsteinzeit entdeckt. Obwohl die Höhle klein ist, ist der Halt rutschig und tückisch, sodaß auf jeden Fall eine Taschenlampe und ev. eine Führung ratsam ist. In jedem Fall hilft es, jemanden dabei zu haben, welcher die alten Gräber zeigen kann. In der minoischen Zeit fanden hier auch lokale Bestattungen statt, bei denen viele Grabbeigaben entdeckt wurden.
Zur Zeit befindet sich der Zugang leider in schlechten und ungepflegten Zustand, wie man auf den Fotos sehen kann.

Nach 39,5 km erreichen wir die größte Ortschaft Tzermiados, der Hauptort der Lassithi-Hochebene. Vasen aus der Neupalast-Epoche wurden hier gefunden. In einer Höhle in der Nachbarschaft von Argoulia fand man Gefäßscherben aus der Jungsteinzeit, während Überreste von Bestattungen aus der gleichen Epoche in einer anderen Höhle bei Skafida gefunden wurden.

Karfi

Dann kommt das Dorf Lagou, wonach an einer Kreuzung nach nunmehr 43 km der rechte Weg zur Höhe von Seli führt, wo nach 2,5 km die Ruinen einer Stadt aus der Nachpalastzeit auf dem benachbarten Hügel von Karfi liegen. Die Straße führt weiter entlang der steilen Seiten der Lassithi-Gebirge in Richtung der Präfektur Iraklion oder herunter nach Malia.

AKTUELLE PAUSCHALREISE-ANGEBOTE:

siehe auch: Karfi (mit zahlreichen Fotos).

Wenn man jedoch gerade aus fährt, bleibt man weiterhin auf der Ringstraße um die Lassithi-Hochebene herum. Nach nun insgesamt 40 km erreichen wir dann das Kloster von Zoodochos Pigi oder Vidiani.

Kloster Vidani

Kloster Vidani

Der Brunnen der ‘Lebensspendenden Quelle’ am Eingang vom Kloster Vidani.

Das Kloster von Vidani befindet sich am Fuße des Bergs Louloudaki, in der Nähe der Ortschaft Kato Metohi auf der Hochebene von Lasithi. Das Kloster ist leicht zugänglich.

Die Basilika ist der Lebensspender-Quelle (Zodoho pigi) gewidmet. Die Zellen und andere Räume des Klosterkomplexes wurden restauriert und es wird heute als Priester-Kloster verwendet.

Blumenbeete bieten eine herrliche Dekoration in den Sommermonaten, während der Brunnen, der auch die lebenspendenden Quelle symbolisiert, in der Mitte eines Baumgartens aus Zypressen steht, zusammen mit einem traditionellen kleinen Café. Ein kleines Museum für Naturgeschichte befindet sich innerhalb der Klostermauern, welches in Zusammenarbeit mit der Universität von Kreta geführt wird.

Kurzer Abriss der Geschichte:

  • 1841: Methodios Petrakis baut das Kloster der ‘Lebensspendenden Quelle’, wahrscheinlich auf den Ruinen eines älteren Klosters.
  • 1867: Während des Kampfes und der Zerstörung von Lasithi durch Paschas Omar wurden alle Dörfer der Hochebene sowie die Klöster von Krystalenias und Vidani zerstört und bis auf den Boden niedergebrannt.
  • 1874: Das Kloster wurde unmittelbar nach der Katastrophe wieder aufgebaut.
  • 1884: Der Abt vom Kloster Vidani, Methodius Perakis, kauft das verlassene Kloster Kallergis von dem Muslim Salicha Liatikopoula oder Xeschizopoula, der im Besitz des Landes war, auf dem das Kloster gebaut wurde.
  • 1943: Deutsche Soldaten nehmen den Abt von Vidiani, Dorotheos Tsangarakis, in St. Chanion fest und exekutieren ihn wegen seiner Tätigkeit im Widerstand während des 2. Weltkrieg.
  • 1959: Der letzte Abt von Vidiani verstirbt und das Kloster ist für  Jahre verlassen.
  • 1991: Ein Programm für die Wiederherstellung des Klosters beginnt. Es erreicht seinen Höhepunkt ein Jahrzehnt später unter der Leitung des Mönches Dorotheos Kaftaki. Das Naturkunde-Museum wird auch gegründet.

Dann nach einem weiteren Kilometer den ‘Trichter’, ein schmales Loch, durch das Wasser von der Hochebene abfließt. Etwa an dieser Stelle zweigt auch die unbefestigte Strasse zum westlichen Lassithi-Wanderweg E4 ab, von wo man einen atemberaubenden Panoramablick hat.

Dann fahren wir durch die Dörfer Kato Metochi, Plati und erreichen nach 46 km Psychros.

Diktaion Andron

Zugang zur Psychros-Höhle

Der Zugang hinab in die Psychros-Höhle oder Diktaion Andron.

Diese Gegend war schon seit der Antike und im ganzen minoischen Kreta als heilige Stätte bekannt. Hier gibt es eine Höhle, welche 150 Meter über dem Dorf auf einer Höhe von 1025 m liegt. Die Psychros-Höhle oder die Diktaion Andron auf den nordwestlichen Hängen der Höhen des Toumbas Moutsouna, ist die Wiege der Religion der alten Griechen. Die Mythologie besagt, daß Rhea hier Zeus gebar. In der Höhle wurden viele Bronzefiguren von Männern und Frauen gefunden, welche angebetet wurden. Dazu andere Votivgaben, Doppeläxte und Opferaltare, welche die Heiligkeit der Höhle beweisen.

Weiter geht es auf unseren Ausflug durch die Dörfer Magoulas, Avrakontes und Agios Georgios und nach 59 km erreichen wir Agios Konstantinos, wo sich das Kloster Kroustalenia und in der Nähe die imposanten Schmelzwasser-Sammelbecken befinden.


Mehr Fotos von der Lassithi-Hochebene

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Video von der Lassithi-Hochebene

Video (2 Min 40 Sek) von der Lassithi-Hochebene:
Auffahrt und Blick Richtung Golf von Mirabello – Pass Selia – Wasserstaubecken – Blick von Kronos-Höhle – Seitental und Hochebene mit tiefhängenden Wolken im Winter – Traditionelle Tracht – Wanderweg E4 – Abfahrt über Höhe Seli


Wegbeschreibung zur Rinstrasse bei Mesa Lasithi auf der Lassithi-Hochebene


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