Iraklion

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Iraklion, die Hauptstadt von Kreta.

Morosini-Brunnen.

Morosini-Brunnen im Winter.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs Iraklion in einem rasanten Tempo, vor allem zwischen 1950 und 1960, durch die touristische Entwicklung der Region und der gesamten Insel. So entstanden auch viele Hotels in Iraklion neben touristische Einrichtungen und Museen. Es ist eine moderne Stadt mit Gewerbe und Industrie sowie das Landwirtschaftszentrum in Mittel- und Ost-Kreta. Vor der Stadt liegt die Insel Dia, zu der auch Ausflüge mit dem Segelboot möglich sind.

Die Besucher von Iraklion sollten am Eleftheria-Platz beginnen, wo sich das Archäologische Museum befindet und der Anfang der Strasse Xanthoudidou ist. Gegenüber sind die Büros der EOT (die griechische Nationale Touristen-Organisation) und daneben die Strasse Daidalou, welche Pflastersteine hat mit einer Vielzahl von Geschäften, Restaurants und Bars und welche am Venizelou-Platz endet, wo sich das Viereck der wasserspeienden Löwen befindet.

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Der Platz war das Zentrum der Stadt während der venezianischen Herrschaft mit den öffentlichen Gebäuden und dem Dogenpalast, welcher die Zeit nicht überlebt hat. Östlich des Platzes befindet sich die Basilika von San Marco, dem Schutzpatron der Venezianer, welche 1239 gebaut wurde. Die Türken wandelten sie in eine Moschee um. Heutzutage wurde das Gebäude renoviert und wird als Ausstellungshalle für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Zur Zeit der Venezianer hieß der Platz Piazza San Marco, heute Platia Venizelou (Brunnenplatz oder Löwenplatz). Umgeben von zahlreichen Cafes ist der Mittelpunkt der Morosini-Brunnen (Bild oben), welcher in den letzten Jahren der venezianischen Herrschaft durch Morosini errichtet wurde. Nach seiner Einweihung 1628 wurde er zur wichtigsten Quelle von Frischwasser innerhalb der Stadt.
Ursprünglich befand sich darüber eine gigantische Statue von Poseidon, aber auch ohne sie ist der achteckige Brunnen mit seinen vier nochmals zwei- oder drei Jahrhunderte älteren, wachenden und wasserspeienden Löwen eindrucksvoll. Die Becken sind mit Reliefdarstellungen aus der griechischen Mythologie dekoriert und das rechte ist verziert mit Meeresmotiven, einschließlich Delphinen und Tritonen.

Am Norden des Platzes befindet sich der Park El Greco und der kleine Kallergon-Platz.

Venezianische Loggia

Venezianische Loggia

Venezianische Loggia von Iraklion

Zu Beginn der Straße des 25. Avgoustou befindet sich in seiner rechten Ecke die Loggia, die schönsten Bauwerk aus der venezianischen Herrschaft, von Francisco Morosini zwischen 1625-1628 gebaut. Sie wurde nach Schäden durch Erdbeben und während des Zweiten Weltkriegs rekonstruiert.
Die Loggia ist ein rechteckiges, zweistöckiges Gebäude aus porösem Stein mit Friesen auf dem oberen Teil des Erdgeschosses und Triglyphen und Metopen gemacht. Es war das Zentrum des öffentlichen Lebens, ein Ort, wo die Adligen sich versammelt und entspannten. Heute beherbergt es das Büro des Bürgermeisters.

Direkt links von der Loggia befindet sich die Kathedrale San Marco der venezianischen Ära, von der zwei interessante geschnitzte Grabsteine aus dem ehemaligen Altarbereich den Lauf der Zeit überstanden. Sie wurde später ebenfalls zu einer Moschee umgebaut und ihre Stufen sind normalerweise voll von Touristen, die von der nahegelegenen Platia herüberkommen.

Keines der Gebäude hatte später eine dauerhafte Verwendung in ihrem renovierten Zustand. Sie sind jedoch beide häufig geöffnet und zeigen einige Ausstellungen oder Handwerksmessen.

Tituskirche

Tituskirche

Tituskirche

Direkt östlich der Loggia, auf einem mit Steinen gepflasterten Platz, ist die Kirche des Schutzpatrons der Stadt, des Apostels Titus. Es ist nicht bekannt, wann die Kirche gebaut wurde. Das einzige, was sicher ist, dass sie schon in der zweiten byzantinischen Zeit bestand, als der Sitz des Bischofs von Kreta von Gortis hierher verlegt wurde, da die alte Stadt zerstört worden war. Es ist auch nicht bekannt, wie die Kirche ursprüngliche ausgesehen hat, weil sie stark von dem Erdbeben im Jahr 1508 und durch einen Brand im Jahre 1544 beschädigt worden war und von Grund auf neu mit einer Reihe von Änderungen von den Venezianern im Jahre 1557 aufgebaut worden war.

Während der venezianischen Herrschaft war es der Sitz der römisch-katholischen Erzbischofs und während der türkischen Herrschaft wurde das Gebäude in eine Moschee umgewandelt. Es erlitt umfangreiche Schäden während des Erdbebens von 1856 und wurde 1872 wieder errichtet.
Die orthodoxe Kirche renovierte das Gebäude, nachdem die türkische Bevölkerung Iraklion verlassen hatte und es wurde 1925 neu geweiht. In der Kirche befinden sich die heiligsten Schätze der Insel und der Schädel des Heiligen Titus, welcher aus seinem Grab von Gortis hierher gebracht worden war. Der zugehörige Körper wurde jedoch nie gefunden.
Während des Mittelalters wurde der Schädel regelmäßig in einer Zeremonie den Einwohnern von Iraklion zur Schau gestellt, wurde dann aber später nach Venedig gebracht, wo er die Zeit der türkischen Invasion überstand und erst 1966 zurckkehrte.
Jedes Jahr am 25. August findet eine große Prozession von der Kirche aus statt, um den Heilgen-Titus-Tag zu zelebrieren.

Hafen

Boote im venezianischen Hafen, dahinter das Kastell Koules.

Boote im venezianischen Hafen, dahinter das Kastell Koules.

Die Strasse 25. Avgoustou führt in das Zentrum der Stadt mit dem alten venezianischen Hafen und den Meeres-Promenaden von Kountourioti und Sophokli Venizelou, welche in die östlichen und westlichen Teile der Stadt führen.
Davor liegt der malerische venezianischen Hafen voller Fischerboote, Caiques und Privatbooten, wo sich die eindrucksvolle Festung La Roca al Mare oder mit dem türkischen Namen Koules liegt, eines der imposantesten Bauwerke in Kreta. Die erste Festung war kleiner und wurde durch ein Erdbeben im Jahre 1303 zerstört.
Der Bau der heutigen Anlage begann 1523 und ist durch den prachtvollen Löwen des Heiligen Markus gezeichnet. Die Festung hat dicke Wände und 26 Allzweckkammern und widerstand auch einer zweiundzwanzigjährigen türkischen Belagerung. Ihre dicken Mauern und zahlreiche Kammern gaben den Verteidigern ein eindrucksvolles Gefühl der Sicherheit, was die Festung noch heute ausstrahlt.

Doch die Zeit nagte an den Unterwasserfundamenten, sodaß die Festung zu Renovierungsarbeiten lange Zeit geschlossen war und erst vor kurzem wieder für Besucher zusammen mit einem neu eingerichteten Museum zugänglich ist. Eine Rampe führt zum oberen Teil, welcher heute in ein Freilichttheater umgewandelt wurde.

Der Zugangsbereich zur Festung und die vorbeiführende, weit ins Meer ragende Hafenmole ist ein bevorzugter Ort für Spaziergänge oder zum Fischen für die Einheimischen. In der Nacht, wenn die Festung angestrahlt wird, ist es ein schöner Ort, um von hier auch aus die beleuchteten Fährschiffe ein- und auslaufen zu sehen.

Gegenüber Koules im westlichen Teil des Hafens befinden sich das Arsenali, die venezianischen Werften, in denen die venezianischen Schiffe gebaut oder repariert wurden. Lange im Stich gelassen neber einer der verkehrsreichsten Stellen der Stadt, befinden sie sich nun in einem langen Prozess der Restaurierung. Zu ihrer Zeit befanden sie sich direkt am Wasser und es konnten dort bis zu 50 Galeeren gleichzeitig gebaut oder andere aus dem Wasser gezogen und repariert oder überholt werden.

Östlich von dem kleinen Hafen ist der große Handelshafen, wo auch die Fähren aus Piräus einlaufen.

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Markt und Einkaufsstrasse

Die Dikaiosynis-Allee beginnt am Eleftheria-Platz. Es ist die Hauptstraße in der Altstadt. Auf der linken Seite sind die alten venezianischen Kaserne, die im 16. Jahrhundert gebaut wurden und von den Türken im Jahre 1883 wiederhergestellt wurden. Die Nomarchy (Präfektur-Büros), die Gerichte, die Polizei und die Touristenpolizei haben ihre Büros dort.
Nach diesen Gebäuden führt die Straße nach rechts zum Eleftheriou Venizelou-Platz und nach rechts zur Strasse ‘1866’, wo sich der Markt von Iraklion befindet. Den ganzen Tag über ist die Straße voll mit Kunden von Iraklions Markt, was eines der wenigen Überbleibsel ist, was dem Besucher einen Hauch aus der langen Geschichte der Stadt spüren läßt. Es gibt zahlreiche Früchte und Gemüse, so wie Fleischwaren von Metzgern und Fischern und zahlreiche Angebote von Kräuter, Gewürze, Käse, Joghurt, Leder- und Plastikwaren, CDs, schäbigen Souvenirs und eine riesige Auswahl billiger Küchen-Utensilien, Taschenmesser und alles mögliche andere.

Die Kalokairinou-Strasse, eine Verlängerung der Dikaiosynis-Strasse, ist vielleicht die größte und beste Einkaufsstraße in Iraklion. Während der venezianischen Herrschaft hieß sie Strata-Platz und endet am Pantokrator (oder Chanion)-Tor.

Eine weitere interessante Besichtigungstour beginnt am Elefhteria-Platz über die Strasse Averof. Es ist eine Geschäftsstraße mit vielen Ladengeschäften und führt zum Kornarou-Platz.

Stadtmauer

Stadtmauer mit der Martinengo-Bastion

Die gewaltige Stadtmauer mit dem ‘Jesus-Tor’ und der Martinengo-Bastion im Hintergrund.

Zu Beginn des Platzes ist die Strasse Evans, welche in südliche Richtung zu den gewaltigen Stadtmauern von Iraklion verläuft mit dem Stadttor Kainouryia Porta (‘Neues Tor’) oder Pyli tou lesou (‘Jesus-Tor’), wie es die Venezianer nannten. Auf der rechten Seite, vor dem Kainouryia-Tor, befindet sich die Strasse Plastira und weiter westlich die Martinengo-Bastion, wo sich das Grab von Nikos Kazantzakis befindet.
Obwohl seine Werke aufgrund ihrer unorthodoxen Ansichten gebannt waren, wurde das Bestattungsritual in der Kathedrale Agios Minos durchgeführt, wenn auch offiziell keine Priester den Leichnam zu dieser Bestattungsstätte begleitete. Sein einfaches Grab ist nur verziert von seinem eigenen Spruch ‘Ich hoffe auf nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei’. Am Wochenende besuchen zahlreiche Einwohner seine Grabstätte, um ihn Respekt zu zollen und ohne Eintritt zu bezahlen, dem Spiel der nun zweitklassigen Fußballmannschaft Ergotelis in den darunter liegenden Stadion zuzusehen.

Man kann fast auf der gesamten erhaltenen und eindrucksvollen Stadtmauer die Landseite von Iraklion in einem Spaziergang umgehen und die aufwendigen Stadttore Porta Hanion an der tiefsten Stelle der Kalokerinou oder das Porta Kenouria an der Spitze von Odgos Evans durchschreiten und sie von der Vorderseite bewundern.
Beide Tore datieren auf die zweite Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts zurück und aus dieser Zeit stammt der Großteil der erhalten gebliebenen Verteidigungsanlagen der Stadt. Am Porta Kenouria sind die Mauern mehr als 40 Meter dick.

In einem kleinen Park auf der linken Seite des Kornarou-Platz befindet sich ein modernes Reiterstandbild aus Bronze von ‘Erotokritos und Aretousa’ und auf der rechten Seite der Bembo-Brunnen, dem ersten venezianischen Brunnen in Chandax (wie die Venezianer Iraklion nannten) dem Relief ‘Küste der Arme’ und einer kopflosen römischen Statue aus Ierapetra.

kleine Minaskirche

Die kleine Minaskirche, direkt links von der großen Minaskirche.

Westlich des Platzes trifft die Strasse Ayios Minas auf die Strasse Kalokairinou. Man kann die majestätische Kathedrale von Agios Minas auf dieser Straße und neben ihr die kleine, ältere Kirche von Agios Minas sehen, während sich am Rande des Platzes die Kirche Ayia Aikaterini Sinai befindet.

Museen in Irakion

Das Historische Museum ist eines der aktivsten Austellungsorte der Stadt und befindet sich in der Strasse Sofokli Venizelou 27.

Das Archäologische Museum ist eines der Hauptattraktionen der Stadt mit zahlreichen Fundstücken aus Knossos. Es befindet sich in der Strasse Xanthoudhidhou 2 und dem Eingang an der Seite von Hatzidhaki aus.

Das Naturhistorisches Museum ist spektakulär in einem umgebauten Kraftwerk an der Bucht von Dermatas zu finden (Strasse Sofokli Venizelou) und beschäftigt sich mit dem Ökosystem des östlichen Mittelmeers und Kretas geologische Entwicklung. Es gibt dazu einen unterhaltsamen, interaktiven Bereich und Dinosaurier für Kinder im Erdgeschoss, sowie einen Erdbeben-Simulator und ein Planetarium.

Hotel in und um Iraklion

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Video von Iraklion

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Video vom Blick auf Iraklion von der Stadtmauer aus, vom Venezianischen Hafen mit dem Kastell und von der langen Mole aus über den modernen Hafen.

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