Elounda

Panorama-Blick auf Elounda

Panorama-Blick auf Elounda von der Strasse von Agios Nikolaus aus.

Elounda auf Kreta – die Geschichte, Informationen, zahlreiche Fotos und Video.

Elounda liegt an der Nordostküste von Kreta und ist eingebettet zwischen den hohen, schroffen Bergen und dem klaren blauen Meer in der Nähe der Stadt Agios Nikolaos. Von Agios Nikolaos aus fährt man in Richtung Norden der Küstenstraße entlang und nach 6 km erreicht man den höchsten Punkt auf der Strecke. Von dort hat man einen unglaublichen Panoramablick auf Elounda und den Golf von Mirabello. Vor einem liegt das Gebiet Trachili, eine grüne Landschaft, in welcher die Dächer der Bungalows aussehen wie Gänseblümchen in einer blühenden Wiese. Halbrechts liegt die Bucht von Poros, links Schisma (einer der Ortsteile von Elounda), im Hintergrund in der Bucht liegt die Festungsinsel Spinalonga und rechts die vorgelagerte Halbinsel. Zu Linken sind die Berge von Oxa, Karfi und Kefala mit ihren grünen und tiefen Hängen.

Von diesem Punkt an führt die Straße bergab und sobald man Meereshöhe erreicht hat, beginnen die großen Hotelanlangen und 10 km weiter erreicht man den Hauptort. Elounda ist eigentlich der Name der Gegend und besteht aus vier Dörfern: Schisma, Mavrikiano, Kato Elounda und Pano Elounda. Der Name Elounda entstammt dem antiken Griechisch ‘eis Olounda’, was ‘nach Olous‘ bedeutet, und gekürzt wurde.
Elounda ist ein malerischer Ort mit einem kleinen Hafen voller Fischerboote, welcher touristisch erschlossen wurde und über Hotels, Restaurants und Kaffeehäusern verfügt.

drei alte Steinwindmühlen am schmalen Kanal bei Elounda

Die drei alten Steinwindmühlen an dem schmalen Kanal zum Hafen, durch welchen nur kleine Boote unter der Brücke zur Insel Spinalonga durchfahren können.

Am östlichen Ende von Elounda befindet sich die Ansiedlung Schisma mit drei verlassenen Steinwindmühlen und einem kleinen Durchgang in Richtung Hafen, durch welchen nur kleine Boote passieren können. Eine schmale Brücke verbindet das Festland mit der Halbinsel Spinalonga. Die antike Stadt Olous befand sich hier und ihre Ruinen liegen nun unter der Oberfläche des Meeres. Pausanias erwähnt, dass im 2. Jahrhundert v.Chr. Olous eine der wenigen Städte war, welche über eine Statue von Britomartis verfügten, einem Kunstwerk von Daedalus. Zeus Tallaios, Ares und Artemis Britomartis wurden in Elounda verehrt. Olous war eine mächtige, unabhängige Stadt mit ihren eigenen Münzen.

Im Jahr 2006 war es 100 Jahre her, daß der erste Bewohner in Schisma, dem Hafen Eloundas, ansiedelte. Innerhalb dieser Zeitspanne von mehr als hundert Jahren schuf der Ort seine eigene, reichhaltige Geschichte. Die ersten großen Hotels in der Region wurden 1969 gebaut und diese Ereignisse veränderten das Aussehen und die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Ortes von Grund auf. Das ‘Elounda Beach Hotel’ war der erste größere Touristen-Komplex, welcher im Jahr 1972 eröffnet wurde.
Die Bewohner, welche bis dahin ausschließlich von der Landwirtschaft, der Fischerei, der Gewinnung von Salz und Ausgrabungen gelebt haben, begannen nun den Tourismus als Gewerbe zu entdecken. Die Touristen veränderten das Erscheinungsbild der Ortschaft und die Gegend wurde zu einer der ersten Touristenziele auf Kreta und in ganz Griechenland. Elounda wurde weltweit bekannt durch die Schönheit seiner Landschaft, der Insel und Festung Spinalonga, seiner Luxushotels mit einem hohen Niveau von Annehmlichkeiten, welche viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Sport anzog.

Hafen

Der kleine Fischerhafen am Ortszentrum.

Elounda blieb ein zauberhafter Ort und hat in der Vergangenheit zahlreiche Filmproduzenten für kleineren Dokumentationen über die Region fasziniert, und abgesehen davon wurden eine Reihe von größeren Filmprojekten hier erschaffen.
1962 drehte Walt Disney einen Film mit Hayley Mills, welcher als The Moonspinners bekannt wurde, und das Dorf wurde zu ‘Agios Georgious’ für ein paar Wochen. Falls Ihr die Gelegenheit haben diesen Film zu sehen, könnt Ihr vor allem zu Beginn eine Reihe von Sehenswürdigkeiten der Region wiedererkennen.
Ein anderer Film, welcher hier gedreht wurde, war The Other Side of Midnight mit der Festung Spinalonga als Hochsicherheitsgefängnis. Im Jahr 1976 gab es die Produktion Who Pays the Ferryman ?, welcher im besonderen in der noch heute vorhandenen Ferryman-Taverne und rund um den Hafen gedreht wurde.

Es gibt mehrere Kirchen in der Gegend, sowie eine große Anzahl kleinerer Gotteshäuser, welche in der Regel nur an einem einzigen bestimmten Tag im Jahr verwendet werden, beispielsweise für eine Zeremonie für einen bestimmten Heiligen. Die wichtigsten Kirchen von Elounda sind häufig größer und mit wunderbaren Fresken verziert. Die Kirche am zentralen Platz wurde 1970 fertiggestellt und die Fresken zeigen einige erstaunliche Legenden.



Fast jeden Tag gibt es ein Fest auf der Insel Kreta. Die Feierlichkeiten können zu Ehren eines Heiligen, der Ernte, ein örtliches Gemeinde-Fest, zur Erinnerung an ein Massaker oder heroischen Kampf in der Geschichte Kretas oder auch ein griechischer Nationalfeiertag sein. Einige Feierlichkeiten findet man nur in bestimmten Gegenden. Zum Beispiel wird der St.Nikolaus-Tag in der Stadt Agios Nikolaos besonders gefeiert und alle Geschäfte sind geschlossen – in anderen Orten und Städten auf Kreta sind die Läden jedoch wie üblich geöffnet.

kleine Kirche auf der Halbinsel Spinalonga

Die kleine Kirche auf der Halbinsel Spinalonga.

Ein regelmäßiger Grund für ein besonderes Ereignis ist der ‘Namenstag’. Um in Griechenland getauft zu werden, muß man einen griechisch-orthodoxen Namen aus dem orthodoxen Kalender vom Heiligen Propheten führen. Diese Namenstage sind in der Regel genauso wichtig wie der eigentliche Geburtstag. An den ‘Namenstagen’ der wichtigsten Heiligen gibt es ein großes Fest in den Kirchen, die dessen Namens führen. Zum Beispiel am 23. April (St.Georgs-Tag) feiern alle mit dem Namen Georg oder Georgia und alle wünschen sich mit Kronya Pola ein ‘langes Leben’. Es gibt es eine Kirche in Pano Elounda und auf der Halbinsel Spinalonga, sodaß man jede Person aus dem Ort, welche diesen Namen führt, an einer diesen Stellen antreffen kann.
Die Kirche am Hauptplatz heißt ‘St. Konstantin und Helena’, und dieser Namenstag wird am 21. Mai gefeiert.

Andere Festlichkeiten finden am 25. März, dem Griechischen Unabhängigkeitstag sowie am 28. Oktober, dem ‘Oxi’ (oder ‘Ochi’)-Tag statt, als die Griechen das italienische Ultimatum von 1940 ablehnten.
Karneval findet 3 Wochen vor der Fastenzeit statt, wobei es viele Veranstaltungen und Feste gibt, auf den alle möglichen extravaganten Kostüme und Kleidung getragen wird. Die Karnevalszeit endet mit dem ‘Rosenmontag’, und da kein Fleisch gegessen werden darf, gibt es einige außergewöhnliche Lebensmittel zum Verzehren – zum Beispiel Lagana – und Kinder, Jugendliche und auch einige Erwachsene lassen ihre Drachen überall in die Lüfte steigen.
Ostern ist das größte Fest auf Kreta. Am Karfreitag gibt es einen Trauerzug durch die Strassen und am Samstagabend eine große Kirchenmesse mit dem Höhepunkt um Mitternacht, wo alle Personen mit brennenden Kerzen und unter Feuerwerk aus der Kiche strömen. Alle eilen mit den brennenden Kerzen nach Hause, welche Glück versprechen sollen und nehmen ein besonderes Abendessen zu sich, die Magiritsa-Suppe. Sonntag ist dann der Tag des großen Grillen, mit Lamm am Spieß.

Austritt der größten unterirdischen Wasserquelle

Am rechten Rand dieses Fotos befindet sich der Austritt der größten unterirdischen Wasserquelle auf dem Weg nach Plaka.

An verschiedenen Stellen der Küste entlang des Ortes findet man Stellen, an denen mehr oder weniger salzhaltiges Süßwasser aus unterirdischen Quellen in das Meer fließt. Über einer Reihe dieser Stellen wurde eine Betonkonstruktion mit zum Meer herabführenden Stufen errichtet. Die Einheimischen nennen diese Stellen Vlihades und in den Zeiten, in denen Wasser hier nicht so einfach verfügbar war wie heute (vor 1980), konnte man die Hausfrauen dort bei ihrer täglichen Wäsche oder Reinigung von Gemüse und Fisch antreffen.
Die größte dieser ‘Waschstellen’ befindet sich im Ortsteil Foumos, rund 1 km vom Ortszentrum in Richtung Plaka entfernt. Diese Plätze werden auch noch heute manchmal genutzt, aber nur noch für größere und unhandliche Gegenstände wie zum Beispiel Teppiche, Decken und Olivensäcke – oder um Wasser für Nutztiere abzufüllen. Allerdings ist zwischenzeitlich die Verwendung von Seifen, Chemikalien oder Waschmitteln dort verboten.

Das Kafenion oder Raki-Bar ist das griechische Modell der lokalen Kneipen in Deutschland. So ziemlich 90% aller Personen dort sind Männer. welche dort in Grüppchen sitzen und Karten oder Tavli (Backgammon) spielen, Zeitungen lesen oder einfach sich nur unterhalten.
Raki oder Ouzo ist das klassische Getränk, welches immer zusammen mit Meze (Snacks) angeboten wird, aber in den meisten Fällen erhält man zwischenzeitlich auch alkoholfreie Getränke oder Bier, zusammen mit einem einfachen, aber gesunden Salat und vielleicht noch ein Omelett. Dazu kann man auch den Geschmack der griechischen Kaffee kennenlernen, der in einem kleinen Becher mit dem komplett abgesetzten Kaffeesatz auf dem Boden des Glases serviert wird.

Tintenfisch entgiften

Ein Fischer ‘entgiftet’ einen gefangenen Tintenfisch bei einer der ins Meer laufenden Süßwasserquellen.

Die Tierwelt der Gegend bietet den Igel, Fledermäuse, Dachse, Wiesel, Hasen, Spitzmäuse, Mäuse und Ratten, aber auch eine große Auswahl an wildlebenden Vogelarten – wie Eisvögel, Bachstelzen, Möwen, Reiher, Rebhuhn und Wachtel, um nur einige zu erwähnen.
Das Mittelmeer ist immer noch reich an Unterwasserleben, trotz der zunehmenden Anzahl von Touristenschiffe, Wassersportlern, Fischern und Angler. Im Golf von Mirabello ist es tatsächlich trotzdem noch möglich, Kraken, Tintenfische, Seepferdchen, Muränen, Schildkröten, Seeschlangen Meerbarben, Rotbarsch und Seesterne zu beobachten. Die Auswahl ist vielfältig.
Delphine können in den tieferen Gewässern vor dem Golf beobachtet worden, und vor langer Zeit war es darüber hinaus wahrscheinlich, sich nahe am Ort auf der anderen Seite der Halbinsel Spinalonga und an der Küste bei Vrouhas zu finden waren.

Olivenernte

Netze und Säcke mit Oliven unter einem Olivenbaum während der winterlichen Ernte.

Es gibt eine große Anzahl Menge von Olivenbäumen in der Region und diese sind gewöhnlich zwischen November und Februar zum pflücken bereit, abhängig vom Regen. Wenn die Oliven bereit sind, werden Netze unter dem Olivenbaum ausgelegt und die Oliven mit allerlei Hilfsmittel abgedroschen. Sie werden anschließend eingesammelt und nach Qualität sortiert, in Säcke abgefüllt und zur Olivenfabrik in Pano Elounda zur Weiterverarbeitung transportiert.

Von Februar bis März sind die Felder mit blühenden Mandelbäumen, welche frisches Obst im Juni und Juli zu tragen, überzogen. Natürlich gibt es darüber hinaus noch jede Menge von Johannisbrotbäume in der Gegend, welche eine Frucht tragen, die einer riesigen dunklen Bohnenhülse ähnelt. Diese Hülsen werden weit verbreitet als Tierfutter verwendet. Heutzutage sind die Einwohner nicht mehr so sehr an der großen Auswahl an Nüssen und Johannisbrot interessiert, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, daß die Früchte während der hektischen Sommerzeit geerntet werden müssen, wo die meisten von ihnen andere Verpflichtungen im Tourismusgeschäft haben.
Weitere Bäume welche es hier gibt, tragen Zitronen, Granatäpfel, Feigen und Aprikosen, um nur einige zu nennen.

Die überall an den Berghängen zu findenden Steinmauern aus losen Steinen wurden ehemals aus verschiedenen Gründen gebaut. Der Boden ist sehr steinig und um es für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, wurde es von den Steinen befreit. Diese Steine wurden in Mauern verbaut, welche zum einen die Erde an dem abdriften hindern soll, die Grenzen des Grundstücks markieren und unliebsame Tiere von den Pflanzen fernhalten sollen.

Während der Sommersaison ist ein bedeutender Teil der Einwohner in der Regel in der Tourismusbranche tätig.
Im Winter ist dagegen der tägliche Tagesablauf völlig unterschiedlich. Im Winter verwandelt sich der Ort mit seinen etwa 2.000 Einwohnern in ein stilles Fischerdorf. Fast alle Geschäfte und Restaurants sind geschlossen und abgesehen von den Fischern verbringen die Einwohner die Zeit damit, den Boden zu kultivieren oder Oliven einzubringen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Hirten ihre Herden durch den Ort treiben oder noch beladene Esel auf den Strassen unterwegs sind.

schneebedeckte Berggipfel Elounda

Ein schöner Wintertag mit schneebedeckten Berggipfeln auf der anderen Seite des Golfs.

Das Klima in den Wintermonaten ist nicht so extrem wie in den anderen Teilen Nordeuropas und es gibt eine Vielzahl von wunderschönen Sonnentagen. Die Temperaturen können bis zu 20°C erreichen und fallen nur in extremen Fällen kurzzeitig auf etwa 5°C. Im Oktober oder November treten die ersten Regenfälle auf, aber der Höhepunkt der Regenzeit mit den kühlsten Wochen finden sich zumeist im Januar und Februar. Es schneit extrem selten hier, aber es ist möglich, weiße Spitzen auf den umliegenden höheren Berge oder Hochebenen zu sehen.
Die farbenprächtigsten Wochen sind im Frühjahr, wenn die Felder und Berghänge voll mit wilden Tieren und Blumen, wie Margeriten, Orchideenarten, Geranien, Anemonen, Tulpen, Alpenveilchen und Iris sind. Kräuter wie Salbei, Oregano, Rosmarin und Basilikum gibt es in großen Mengen.

Die Leute verhalten sich in der Regel wie das Klima – wenn die Tage länger und wärmer werden, beginnen sie sich wieder im Ort zu tummeln, und jeder beginnt mit den Vorbereitungen auf sein Geschäft oder für sein Unternehmen, um auf das Eintreffen der ersten Touristen vorbereitet zu sein.

Luxushotels Elounda

Die Luxushotels nahe von Elounda in der aufkommenden Dämmerung.

Dem Tourismus folgte ein starker Anstieg des Bevölkerungswachstum und der Wohnhäuser. Die Bevölkerung des Dorfes stieg alleine im letzten Jahrzehnt um 43% an und während der Sommersaison multipliziert sich seine Bevölkerung aufgrund der weit mehr als einer halben Million Übernachtungen in den Hotels, Appartements und Studios. Dies zieht nicht nur Menschen aus allen Teilen Griechenlands an, welche in den Sommermonaten in den Hotels und touristischen Betrieben arbeiten, sondern auch jede Menge ausländische Arbeitnehmer aus ganz Europa.

Von den vier Siedlungen welche Elounda bilden, ist Schisma das Zentrum und der Hafen der Ortschaft. Fast 10.000 Touristen besuchen den Ort täglich und über 200 Schiffe laufen ihn im Jahr an.
Es gibt eine Bank und mehrere Geldautomaten sowie ein Touristen-Informationsbüro für die Besucher. Zusätzlich ein Außenposten der Küstenwache und mehr als 200 touristische Unternehmen – von großen Luxushotels über einfachere Hotels, Appartements, Studios, Fahrzeug-Vermietungen, Wassersport-Aktivitäten, Bootsverleih, zahlreiche Restaurants und Tavernen, Geschäfte, Supermärkte u.v.m. – mit mehr als 7.000 Betten, von den die Hälfte super-luxuriös ausgestattet sind.

Hier finden Ihr den aktuellen Busfahrplan.

Hotels und Unterkünfte in und um Elounda

Übersicht über aktuell verfügbare Hotels in und um Elounda zum Bestpreis !


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Video von Elounda

Video vom öffentlichen Hauptstrand und Ortszentrum von Elounda.



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