Zakros

Palast von Kato Zakros und das Tal der Toten.

Palast von Kato Zakros

Der Palast von Kato Zakros.

Im Bereich von Epano und Kato Zakros (‘oberes’ und ‘unteres’ Zakros) gab es in der Vorpalastzeit von 1900-1700 v.Chr. eine weiträumige, große Siedlung, welche durch die Gräber, welche auf den umliegenden Höhen gefunden wurden, gekennzeichnet ist.
Spratt war der erste Archäologe, welcher die Gegend besuchte und erwähnte Zakros im Jahr 1872. Im Jahr 1901 grub der englische Archäologe Hogarth an der Seite des Hügels östlich von der Lage des Palastes und entdeckte einer Siedlung mit Gebäuden.
Im Jahr 1961 schließlich begann Professor N. Platon mit Ausgrabungen auf der Ostseite der Erhebung von Agios Antonios und entdeckte zwei Gebäudekomplexe. Dann begann er eine neue Ausgrabung am westlichen Ende des kleinen Tals von Kato Zakros, die schließlich zur Entdeckung des Palastes von Zakros geführt hat. Die Ausgrabungen laufen immer noch.

Der Palast hat eine Fläche von ca. 8.000 Quadratmetern und dessen Räume sind mehr oder weniger gleich wie in den anderen bisher gefundenen Palästen angeordnet. Der Westflügel war den religiösen Zeremonien gewidmet. Die königlichen Gemächer waren im Osten, die Werkstätten im Süden und die Räumlichkeiten für das Personal im Norden.

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Die Flügel waren um einen 30x 12 Meter großen, rechteckigen Hof gebaut und hatten einen majestätischen Anblick, mit geschnitzten porösen Steinen und großen Türen, monolithischen Schwellen, Doppelfenster und mit einer kleinen Galerie mit Säulen und Fenstern.
Der Westflügel hatte zwei Stockwerke. Ein Vorzimmer führte in den Warteraum und zu den heiligen Räumen, zu den Archiven, Lustbecken und in die wichtigsten Räume, in denen die religiösen Zeremonien durchgeführt wurden. Es gab zwei Prunkräume, einen großen mit einer inneren Kolonnade (Säulengang), Türpfeiler, Lichthöfe, Wände mit Fresken und einem Fußboden aus rotem Mörtel. Der andere Saal hatte drei Türen und war im Inneren mit Spiralmuster geschmückt.
Es gibt viele Nebenräume im Nordflügel sowie eine große Küche, deren Decke von zwei Reihen von jeweils drei Holzsäulen gestützt wurde. Dort wurden viele Kochgeräte gefunden.

Die königlichen Gemächer waren im Ostflügel. Das Megaron des Königs hatte einen Lichtschacht, einen Türpfeiler, im inneren eine Galerie und eine Doppeltür zu den anderen benachbarten Räumen. Das Megaron der Königin lag direkt daneben, war aber kleiner. Im gleichen Flügel gibt es eine große, quadratische Halle mit einem Türpfeiler und in der Mitte ein großes Lustbecken mit einem Rand, Spalten und acht Stufen. Der Boden war mit Steinen gepflastert. Das benachbarte Zimmer im Erdgeschoss enthielt eine wahrscheinlich heilige Quelle. Der gesamte Palast hatte ein vollständiges und komplexes Wasser-Ablaufsystem.



Unter dem Palast wurden andere Räumlichkeiten in verschiedenen Größen gefunden, für welche sich zwischenzeitlich bestätigt hat, daß sie von einem Gebäude aus der Vorpalastzeit unter dem östlichen Teil des Palastes stammen. Dieses Gebäude wurde vom Palast von Zakros etwa 1600 v.Chr. überbaut. Der Palast befand sich bei seiner Entdeckung noch in dem Zustand, welcher er kurz nach der überraschenden Zerstörung etwa 1450 v.Chr. dargeboten haben mußte und war nicht geplündert. Dadurch wurden zahlreiche, gut erhaltene Funde entdeckt, wie Amphoren, Geschirr aus Lehm, Bronze-Kessel, Schwerter, Steinschüsseln und andere Geräte, konische Rhyta (einhänkelige Trinkgefäße), eine Reihe von Tassen, zeremonielle Geräte, Tontafeln mit Linear A– und B-Schrift und vieles mehr.

Das nördlich des Palastes liegende Stadtgebiet ist erst teilweise freigelegt und man kann es außerhalb der Umzäunung begehen, wovon man eine schöne Aussicht auf das Ausgrabungsgelände hat.

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Etwas weiter hinter dem Palast erreicht man das Tal der Toten, welches nach Epano Zakros führt. Das Tal ist im Sommer und Herbst gut zu bewandern und der Name rührt davon her, daß in den zahlreichen Höhlen in den Felswänden die Minoer ihre Toten beigesetzt hatten. Die Wanderung dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden.

Am Kieselstrand kann man herrlich baden und direkt dahinter liegen einige Tavernen. In dieser abgelegenen und von nur wenigen Touristen besuchten Gegend gibt es auch einige Hotels.

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Video von Kato Zakros und dem Tal der Toten

Video von der Zufahrt zur Bucht (mit Blick auf das Tal der Toten), dem Strand von Kato Zakros, dem Eingang zu, aus und im dem Tal der Toten.


Wegbeschreibung

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