Moni Arkadi

Kloster Moni Arkadi, das Symbol des kretischen Freiheitswillens.

Moni Arkadi

Das Kloster Arkadi mit seiner Kirche ist Kretas Nationalheiligtum.

Der 9. November ist Kretas Nationalfeiertag mit einer großen Prozession am Vortag, welcher an die dramatischen Ereignisse beim Aufstand gegen die Türken von 1866 im Kloster Arkadi erinnert.

Moni Arkasdi erreicht man von Rethymno aus, indem man der alten Nationalstraße durch die östlichen Vororte folgt. Nach 4,5 km biegt man rechts in Richtung des Klosters ab. Man durchfährt die Ortschaften Adele, Kyrianna und Amnantos und nach 23 km erreicht man in einer wunderschönen Landschaft mit Olivenhaine eine enge Schlucht (am Ende des Videos weiter unten kurz gezeigt). Wenn man die Strasse auf die kleine, von Bergen begrenzte Hochebene hinauf gefahren ist, liegt das einsame Kloster vor einem.

AKTUELLE PAUSCHALREISE-ANGEBOTE:

Das Kloster soll laut der Inschrift im 14. Jahrhundert von einem Mönch namens Arkadios gegründet worden sein und die zweischiffige Klosterkirche mit der schönsten Fassade Kretas wurde 1587 fertiggestellt. Andere – unbewiesene – Quellen behaupten, es sei bereits im 5. Jahrhundert durch den byzantinischen Herrscher Arkadios gegründet worden sein.

Das Kloster hat wie eine Festung dicke Außenwände. Seine ursprüngliche Kirche war Agios Konstantinos gewidmet, aber heute gibt es nur noch wenige Ruinen davon. Die prächtige Kirche, welche man heute im Inneren sieht, wurde im 16. Jahrhundert auf dem Platz der alten in der Form einer zweischiffigen Basilika errichtet. Das nördliche Seitenschiff ist der Verklärung Christi gewidmet und der südliche Teil Agios Konstantinos und Agia Eleni.

Am 1. Mai 1866 versammelten sich etwa 1.500 kretische Rebellen im Kloster, welche ein Revolutions-Komitee einrichteten. Ismael Pascha von Rethymno verlangte vom Abt des Klosters, Igoumenos Gavriel, die Auflösung des Komitees und den Abzug der Freiheitskämpfer, sonst würde er es zerstören lassen. Nachdem der Abt sich geweigert hatte, griff der Pascha das Kloster mit 15.000 Mann und 30 Kanonen vom 7. bis 9. November an.

Es war ein völlig ungleicher Kampf, da unter den 924 Menschen in Moni Arkadi sich nur 325 Kämpfer befanden. Mit Pardon war nicht zu rechnen, und so stimmten die Kreter ab, ob sie den Tod der Gefangennahme vorziehen. Als am nächsten Tag die türkischen Soldaten das Tor stürmten, schoß Kostas Giamboudakis mit seiner Pistole in das Pulvermagazin, wo sich die meisten der Eingeschlossenen zusammengedrängt hatten. Die Explosion tötete auch eine große Anzahl von Türken. 36 unbewaffnete Menschen, welche sich in das Refektorium zurückgezogen hatten, wurden von den wütenden Türken erschlagen.
Bis zum Abend starben 750 Kreter und etwa die doppelte Anzahl von Türken. Die Gebeine vieler der Toten liegen heute in einer offen Gruft gegenüber dem Eingang des Klosters Arkadi und noch immer sieht an vielen Stellen an dem Gebäude noch die Spuren und Einschüsse des Kampfes.


Video von Moni Arkadi

Produkte von Amazon.de

Video von den Außenmauern und Eingangsbereich sowie der Zufahrtsstrasse durch die enge Schlucht hoch zum Kloster Arkadi.


Wegbeschreibung

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  • Im Blickpunkt:

    • Panorama-Blick auf Elounda Elounda

      Elounda auf Kreta – die Geschichte, Informationen, zahlreiche Fotos und Video. Elounda liegt an der Nordostküste von Kreta und ist eingebettet zwischen den hohen, schroffen Bergen und dem klaren blauen

    • Mietwagen auf Kreta Mietwagen

      Mietwagen-Angebote, Hinweise und Tipps für Kreta. Einen Mietwagen auf Kreta zu bekommen ist ziemlich einfach. Das kann vorab Online oder per Telefon problemlos erledigt werden. Es ist sogar ohne weiteres

    • Stadtmauer mit der Martinengo-Bastion Iraklion

      Iraklion, die Hauptstadt von Kreta. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs Iraklion in einem rasanten Tempo, vor allem zwischen 1950 und 1960, durch die touristische Entwicklung der Region und