Kulinarisches Kreta – Wissenswertes zur Esskultur der größten Insel Griechenlands

Kulinarisches Kreta – Wissenswertes zur Esskultur der größten Insel Griechenlands.

Landschaftlich ist Kreta eine Augenweide mit den abenteuerlichen Schluchten und der spektakulären Küstenlinie. Doch auch kulinarisch hat es eine ganze Menge zu bieten. Neben den hausgemachten Gerichten, die oft auf traditionellen Rezepten beruhen, ist die größte und wohl geschichtsträchtigste Insel Griechenlands vor allem für ihre Gastfreundschaft bekannt. Die Esskultur der Kreter ist unkompliziert und familiär, was auch von Touristen sehr geschätzt wird. Worauf man beim Dinieren in der Taverne achten sollte und welche Köstlichkeiten man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, das erfahren Sie hier.

Mezedés nicht nur als Vorspeise

Die kretische Küche ist mindestens genauso bunt und lebensfroh wie die Bewohner der Insel selbst. Obwohl diesbezüglich sicher viele zuerst an Fleischspeisen wie Gyros und Souvlaki denken, findet man auf Kreta ebenfalls einige exzellente vegetarische Gerichte. Oft werden diese in Form von Mezédes, tapasartigen Vorspeisen, serviert. Dazu gehören beispielsweise Oliven, weiße Bohnen, mit Reis gefüllte Weinblätter, Hummus, Feta und Halloumi, der auch hierzulande beliebte Grillkäse.

 

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Anders als in Deutschland ist die Reihenfolge von Vorspeise, Hauptgang und Dessert auf Kreta nicht so strikt. Oft bestellen sich Gäste nämlich nur Vorspeisen oder würfeln sich ihr Essen individuell zusammen. Wenn nicht anders verlangt, wird alles gleichzeitig serviert. Speisekarten sind zwar besonders in den touristischen Gebieten weit verbreitet, in den Tavernen dörflicher Regionen wird stattdessen einfach ein Blick in die Kochtöpfe geworfen. Da sich das Menü öfter wechselt, lohnen sich Speisekarten hier nicht wirklich. In der Regel sind die Speisen in den dörflichen Tavernen günstiger als in den Besucher-Hochburgen. Ein Ausflug ins Umland lohnt sich also allemal.

Kurz vor Mitternacht: Hochbetrieb in den Tavernen

Die bereits erwähnte Gastfreundschaft der Kreter spiegelt sich vor allem in der Esskultur wider. In vielen Restaurants geht der Nachtisch aufs Haus. Die Art des Desserts variiert dabei von Taverne zu Taverne – mal sind es Früchte oder Kuchen, mal Rakí oder Oúzo. Rakí ist, neben Wein, eines der wohl beliebtesten alkoholischen Getränke auf der Insel. Nach Angaben von Radio-Kreta.de wird der Schnaps aus Überresten der Maische bei der Herstellung von Wein destilliert. Im Gegensatz zu Oúzo ist im Rakí kein Anis enthalten.

Allgemein essen die Kreter verhältnismäßig spät Abendbrot. Gegen 21 Uhr füllen sich die Tavernen, zwei Stunden später herrscht für gewöhnlich Hochbetrieb. Die meisten Restaurants öffnen aber für Touristen schon eher. Frühstück ist in Griechenland eher unüblich, da die viele Menschen noch von dem üppigen Abendessen satt sind.

Abendessen als Gemeinschaftserlebnis

Generell ist das Abendessen in den Tavernen für Kreter ein Gemeinschaftserlebnis. Speisen werden gerne geteilt und es kommt nicht selten vor, dass Familie oder Freunde gemeinsam aus Schüsseln essen, anstatt separate Teller zu verwenden. Gleiches Prinzip beim Bezahlen: Üblich ist eine große Rechnung pro Tisch, getrennt zahlt man nur selten. Trinkgeld gehört zum guten Ton dazu. In den meisten Fällen wird noch ganz altmodisch mit Bargeld bezahlt. Hierzulande setzt sich hingegen der Trend des bargeldlosen Bezahlens immer weiter durch – nicht nur in der Gastronomie. Auch in der Online-Industrie sind modernere Bezahlmethoden auf dem Vormarsch. Um Transaktionen so sicher wie möglich zu machen, setzen viele Unternehmen auf PayPal. Die Online-Handelsplattform Kleiderkreisel versucht die Shoppingerfahrung damit so angenehm wie möglich zu gestalten. Kauft man zum Beispiel ein Kleidungsstück, bekommt es aber vom Verkäufer nicht zugeschickt, wird die Zahlung auf diese Weise ganz einfach zurückerstattet. Als sichere Zahlungsoption hat sich auch Neteller bewährt und wird vor allem im Glücksspielbereich gern verwendet. Online-Casinos wie Betway nutzen den Dienst, da es den Kunden mehr Sicherheit und Komfort beim Spielen bietet. Mithilfe eines Neteller-Kontos kann so vermieden werden, direkte Transkationen via Online Banking mit Händlern durchzuführen. Überweisungen via Neteller werden zudem durch moderne Verschlüsselungstechnologien geschützt. Großer Beliebtheit erfreut sich zudem die paysafecard, ein alternatives Zahlungsmittel, das ohne Bankkonto und Kreditkarte auskommt. Die physische Karte, die man an ausgewiesenen Verkaufsstellen erwerben kann, ähnelt vom Prinzip her einer Gutscheinkarte mit frei wählbarem Wert. Sie kann zum Beispiel bei dem Online-Streamingdienst Spotify eingelöst werden. Irgendwann in der Zukunft werden sich vielleicht auch bargeldlose Methoden in den Tavernen durchsetzen. Noch gilt aber: Lieber genügend Bargeld im Portemonnaie haben.

 

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Kretas Esskultur wird gerade wegen der familiären Atmosphäre und der lockeren Etikette von Besuchern geschätzt und geliebt. Die kretische Küche ist äußerst gesund, da viel mit frischen, natürlichen Produkten gekocht und viel Obst und Gemüse verwendet wird. Gerne lassen sich die Bewohner der Insel Zeit beim Essen, tauschen sich mit Freunden und Familie aus und trinken gemeinsam Wein. Der Verdauungsschnaps, meist Rakí oder Oúzo, der am Ende eines geselligen Abendbrots gereicht wird, rundet das kulinarische Erlebnis ab.

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Ein Kommentar

  1. kokkinos vrachos

    Moin und Kalimera Norman, alles richtig was du schreibst.

    Die Kreta-Küche (Kreta-Diät) und ihre Geschichte/Ursprung sind ja sehr gut erforscht. Es gibt etliche Bücher über die Kreta-Küche (Rezepte) und Kreta-Diät in deutscher Sprache.

    Ich möchte mal kurz was zu meinen Beobachtungen über das Ernährungsverhalten der Kreter los werden. Klar, ernährt sich der überwältigende Teil der Kreter, besonders in den Dörfern gesund und essen das was die Natur gerade hergibt.

    Die gesunde Ernährung der Kreta-Küche ist das eine. Ich beobachte aber seit Jahren, dass die jüngeren Menschen auf Kreter immer dicker werden (und man sieht auf Kreta sehr viele dicke Kinder und Jugendliche). Und das hängt viel mit der ungesunden und fetten Fastfood-Ernährung und der mangelnden Bewegung zusammen. Man kann sehr gut das Einkaufsverhalten der Jugend z.b. in Paleochora in den Supermärkten und Kiosken beobachten, meistens Schoki, Cola und Chips. Bewegung und Sport ist auch für viele ein Fremdwort. Die kleinste Entfernung wird mit dem Mofa zurückgelegt. Auch sieht man sehr oft Familien mit ihren Kindern in den Fast-Food/Pita-Buden. Ein Grund ist sicherlich auch die Krise und hier wird man für wenig Geld satt. Das ist die andere Seite der Medaille der gesunden Kreta-Küche/Kreta-Diät.

    In Paleochora gibt es ja auch mehrere Fast-Food Buden (was ich nicht schlimm finde). Auch ich esse sehr gerne auf Kreta mal ne Pita zwischendurch. Ist günstig und macht satt.

    Ich hatte 3 Jahre von 2015-2017 ein Haus in der Nähe von Kalyves gemietet. In Kalyves gbit es eine sehr gute und günstige Pita-Bude, die eigene Tiere haben und neben der Pita-Bude eine eigene Schlachterei. Die Pita-Bude hat einen sehr guten Ruf über Kalyves herraus und hat 364 Tage im Jahr auf. Was dort los ist kann man sich kaum vorstellen, der Laden brummt. Im Minutentakt gehen dort die telefonischen Bestellungen ein. Ununterbrochen halten die Pick-Ups vor der Tür und holen sich etliche Pitas. Es gibt auch einen Lieferservice. Ein Angestellter fährt ununterbrochen mit seinem Moped zu den Kunden. Hinzu kommen noch viele Residenten und Touristen. Auch ich habe mir hier mehrmals die Woche eine Pita geholt. 5€ für 2 Pitas und man war pappe satt und brauchte zu Hause nicht mehr kochen. Man bekam das Gefühl, dass sich halb Kalyves von Pita ernährt.

    Es gibt aber auch positive Ausnahmen. Vor einigen Monaten habe ich über einen Kreter gelesen, der sich jeden Tag nur von Tomaten, Oliven, Brot und Olivenöl ernährt. Einmal die Woche ein wenig Fleisch. Das hat mich sehr beeindruckt.

    Ta Leme, kv

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