Teil 4: Corona-Krise auf Kreta

Die Entwicklung der Situation und Auswirkungen auf den Tourismus auf Kreta und in Griechenland durch den Corona-Virus ab dem 6. April 2020.

Täglich aktuelle Updates zum Corona-Virus auf Kreta hier auf KretaTipp !

Schlange und Abstand halten

Schlange und Abstand halten vor einem Lidl-Supermarkt auf Kreta.

Hier weiter zu den Entwicklungen ab dem 16. April 2020.

Aktuelle Updates über die Lage auf Kreta und in Griechenland:


15. April 2020 (Mittwoch):
Heute wieder nur 22 neue Corona-Fälle (auf 2.192, davon 1.821 aktiv und 72 mit schwerem Verlauf) und ein weiterer Todesfall (auf 101). Es beleibt bei insgesamt nur 18 Fällen auf Kreta.
Für die Dörfer Echinos bei Xanthi und Foustani in Pella wurde am Dienstag die Quarantäne aufgehoben.

Flughafen von Heraklion

Auf dem Flughafen von Heraklion wird man wohl noch einige Zeit keine derartigen Warteschlangen mehr sehen.

Flüge von und nach Spanien, Italien, Großbritannien, Holland, Deutschland und in die Türkei sind weiterhin untersagt (zumindest bis 15. Mai).

65 Prozent aller Hotels in Griechenland stehen in Kürze vor der Pleite und Schließung.

Nächste Woche soll ein Fahrplan für die Aufhebungen der Beschränkungen von der griechischen Regierung vorgelegt werden, wobei einige Einschränkungen mit Sicherheit zumindest bis Juni andauern.
In der ersten Phase könnten neben Friseursalons (unter strengen Kriterien) auch kleine Einzelhandelsgeschäfte eröffnet werden.
Bars, Cafés und Restaurants könnten in der zweiten Phase im Juni öffnen, wobei Tische nur im Freien und in einem Sicherheitsabstand zueinander stehen dürfen.
Reisebeschränkungen könnten nach Mitte Juni oder Anfang Juli aufgehoben werden. Dabei werden vor allem Touristen aus dem Ausland ein ‚Antikörper-Zertifikat‘ vorweisen müssen, bevor sie an Bord eines Flugzeugs in Richtung Griechenland gehen dürfen.
Es besteht die Möglichkeit, Kulturveranstaltungen für bis zu 50 Personen zuzulassen, allerdings werden die berühmten Sommerfestivals mit großer Beteiligung im Sommer 2020 höchstwahrscheinlich nicht stattfinden.
Im Hinblick auf die Bewegungsbeschränkungen in der ersten Phase gibt es vielleicht zusätzliche Optionen bei den Ausgangsgenehmigungen und es gibt Überlegungen, Angehörige gefährdeter Gruppen und ältere Menschen vom Kontakt mit der aktiven Bevölkerung sowie ihre Kinder und Enkelkinder auszuschließen.

Knapp 80 Prozent aller Griechen zeigen sich mit den Maßnahmen der Regierung zufrieden.


14. April 2020 (Dienstag):
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte in seiner Rede am Montagabend an, dass Griechenland in den ersten beiden Wochen im Mai erste Schritte zur Rückkehr zur Normalität unternehmen könnte, was mit der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften unter strengen Regeln beginnen sollte.

Heute nur 25 neue Corona-Fälle (auf insgesamt 2.170, davon 1.800 aktiv und 73 mit schwerem Verlauf), sowie zwei weitere Todesfälle (auf 101).


13. April 2020 (Montag):
Polizei-Patrouillen vor Kirchen auf Kreta angekündigt, um die Corona-Regelungen zu überwachen, nachdem ein Priester in Korfu (in Anwesenheit des Bürgermeisters) und bei Athen eine heilige Liturgie und die Heiligen Kommunion am Sonntag erteilt hatten.
Zahlreiche Schwimmer an Stränden auf Kreta aufgegriffen und mit Bußgeldern belegt, welche mit falschen Begründungen ihren Ausgang angemeldet hatten und stattdessen unerlaubt ans Meer gefahren sind.

Ein Pflegeheim in Nea Makri, östlich von Athen, wurde am späten Sonntag unter Quarantäne gestellt, als zehn Rentner und zwei Angestellte positiv auf das Coronavirus Covid-19 getestet wurden.

Heute 31 neue Corona-Fälle (auf insgesamt 2.145 incl. 18 auf Kreta, davon 1.777 aktiv und 73 mit schwerem Verlauf) und ein weiterer Todesfall (auf insgesamt 99).





12. April 2020 (Sonntag):

‚Der Höhepunkt der Corona-Krise in Griechenland ist vorbei und das Land hat seit einigen Tagen rückläufige Zahlen‘, laut dem EKPA-Professor für Epidemiologie auf Kreta, Gikas Mayorkinis.
Ergänzend wurde angegeben:
Der Höhepunkt der Epidemie lag vor der Einführung der Ausgangssperre am 23. März. Wenn die Maßnahmen aber jetzt aufgehoben werden, können innerhalb von drei Wochen aber leicht Zustände wie in Italien und Spanien eintreten.
Die Situation in Griechenland hat sich viel besser entwickelt als erwartet und wenn die Maßnahmen aufrechterhalten werden, das Virus besiegt werden kann. Allerdings ist eine weitere Corona-Welle im Juni oder Juli nicht ausgeschlossen, da die Temperatur für das Virus keine große Rolle spielt und wenn die Bevölkerung sich im Sommer entspannt, dies leicht zu neuen Infektionen führen kann, da keine Immunität aufgebaut wurde.

Heute 33 neue Corona-Fälle (auf 2.114, davon 1.747 aktiv und 75 schwer), sowie fünf weitere Tote (auf insgesamt 98).


11. April 2020 (Samstag):
Heute 70 neue Corona-Fälle (insgesamt 2.081, aktiv 1.719, davon 75 mit schwerem Verlauf) und ein weiterer Todesfall (auf insgesamt 93).

Schulen und Universitäten in Griechenland bleiben zumindest bis zum 10. Mai geschlossen.


Stadtstrand von Agios Nikolaos

Ein Stadtstrand von Agios Nikolaos während der Sommersaison.

10. April 2020 (Freitag):

Der Vorsitzende des Verbandes der griechischen Touristikunternehmen (SETE) Jannis Retsos erklärte, der Schwerpunkt müsse nun auf die Monate ab August und bis November gelegt werden.
Vor allem Urlauber aus dem Inland, welche normalerweise über zehn Prozent der Gäste ausmachten, und aus Staaten, welche nur gering von der Pandemie betroffen sind, werden erhofft. Zu letzteren gehören Zypern, Israel und auch die Balkanstaaten mit normalerweise über 10 Millionen Besuchern pro Jahr.
Die fünf wichtigsten Ländern für den Tourismus in Griechenland sind leider besonders hart getroffen, mit der einzigen Ausnahme Deutschland.
Die ersten Hotels könnten nicht vor Juni öffnen und es müssten strenge hygienische Maßstäbe angelegt werden. Es wird vermutlich drei Jahre dauern, bevor die Tourismusbranche wieder den Umfang vor der Corona-Krise erreichen wird.

Ab Mitte Mai könnten die Lockerungen der bisherigen Maßnahmen geprüft werden. Ab Mai werden epidemiologischen Studien in Griechenland starten, um Antikörper gegen das Virus in der Bevölkerung festzustellen.

Etwa 5.000 Menschen in einer Roma-Siedlung in Nea Smyrni bei Larissa, wurden am Donnerstagabend unter Quarantäne gestellt, nachdem 20 Bewohner sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Heute 56 neue Corona-Fälle (auf insg. 2.011, davon 1.652 aktiv und 79 mit schwerem/kritischen Verlauf) und drei weitere Tote (auf insgesamt 90).


9. April 2020 (Donnerstag):

Der griechische Ministerpräsident hat sich heute mit den Verantwortlichen der Tourismusbranche beraten. Dabei wurde festgestellt, dass die Nachwirkungen der Corona-Krise auf den griechischen Tourismus sehr stark sein würden. Das Ziel der Regierung sei es, die negativen Folgen der Krise so weit wie möglich zu begrenzen. Besonders wichtig sei es, dass Griechenland während der Pandemie großes Vertrauen geschaffen habe, was sich im kommenden Jahr auszahlen wird.

Die griechische Polizei startet am kommenden Palmsonntag strengere Maßnahmen im Rahmen des Verkehrsverbots im Hinblick auf das Griechisch-orthodoxes Osterfest (17.-20. April) mit Drohnen, Nachtsichtgeräten und Hubschraubern sowie Blockaden an bestimmten Zugangsbereichen und Schleichwegen.
Was Flughäfen, Häfen, Bahnhöfe und Fernbus-Stationen (KTEL) betrifft, wird nur die Bewegung der ständigen Anwohner zu ihrem auf Basis der Steuererklärung (E1) ausgewiesenen dauerhaften Wohnsitz und bis zum Auslaufen der allgemeinen Maßnahmen ohne Möglichkeit einer Rückkehr gestattet sein. Eine missbräuchliche Bewegung zu einem (‚amtlichen‘) ständigen Wohnsitz aus Freizeitgründen führt zu einer Verdoppelung der Ordnungsstrafe auf 300 Euro und die Einziehung der Kfz-Kennzeichen für 60 Tage

Heute 71 neu gemeldete Corona-Erkrankte (auf insgesamt 1.955, davon 1.600 aktiv und 84 schwer/kritisch) und drei weitere Todesfälle (auf insgesamt 86).


8. April 2020 (Mittwoch):
Erster Corona-Fall auf der Insel Naxos, wo ein 49-jähriger Mann an dem Virus erkrankt ist.

Heute 52 neue Corona-Fälle (auf insg. 1.884, davon 1.532 aktiv und 84 mit schwerem Verlauf), sowie zwei weitere Tote (auf 83).

Sonnenuntergang an der kretischen Küste

Sonnenuntergang an der kretischen Küste.

Grigoris Tasios, Präsident der griechischen Hotelier-Vereinigung sagte, der Verband gehe zumindest von 50-prozentigen Einbußen für dieses Jahr aus. Wie viele Hotels überhaupt noch dieses Jahr öffnen können, sei völlig unklar.
Die Situation in den fünf wichtigsten Ländern für den Tourismus in Griechenland (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen und Russland) gibt keinen großen Optimismus hinsichtlich einer schnellen Erholung. Tasios hofft, dass Besucher aus den Balkanländern, in denen die Zahl der Coronavirus-Fälle viel geringer ist als im übrigen Europa, eine gewisse Rolle bei der Verringerung des wirtschaftlichen Schadens spielen könnten. Ausländische Urlauber, von denen immer noch erwartet wird, dass sie in gewissem Umfang nach Griechenland reisen, werden demnach aus Ländern kommen, die bei der Bekämpfung der Pandemie recht gut abgeschnitten haben, darunter Israel, Zypern, Libanon und einige andere arabische Staaten.


7. April 2020 (Dienstag):
Fünfzehnter Corona-Fall auf Kreta in Rethymno: ein 48-jähriger Mann aus Nähe von Episkopi, der auf einem Fährschiff der Linie Piräus-Chania arbeitet.

Heute insgesamt 77 neue Corona-Fälle (auf 1.832, davon 1.482 aktiv und 90 mit schwerem Verlauf) und zwei weitere Todesfälle (auf insg. 81) in ganz Griechenland.
Der bisherige Höhepunkt der Epidemie in Griechenland waren 1.584 aktive Fälle am Sonntag dem 5. April 2020, seitdem ist die Zahl der Erkrankten im Moment rückläufig.


Tourismus an einem Strand auf Kreta

Tourismus an einem Strand auf Kreta in den letzten Jahren.

6. April 2020 (Montag):
Zum Tourismus in diesem Jahr erklärte Regierungssprecher Stelios Petsas, dass es nicht sicher ist, ob Griechenland Touristen empfangen kann.
Die Regierung unternehme alles, um die Saison zu retten und wenn die Corona-Krise relativ schnell vorbei sein sollte, kann die Hauptsaison im dritten Quartal womöglich stattfinden. Sollte COVID-19 jedoch weiterhin eine Bedrohung darstellen, wird die Regierung ihre Ansicht ändern.
Es besteht der Gedanke, die Grenzen zu Ländern mit geringer Infektionsausbreitung wieder zu öffnen (wohl aber nicht zu Italien, Spanien und Großbritannien), aber es muss davon ausgegangen werden, dass jeder Einreisende sich einem Corona-Test unterziehen muss.

Verschärfte Ausgangssperren für die Tourismus-Inseln Mykonos und Santorini, da auf die Inseln das Corona-Virus importiert (je zwei Fälle auf Santorini und Mykonos) wurde und dort keine medizinische Behandlungsmöglichkeit für COVID-19 besteht.
Es besteht auf den beiden Inseln nun z.B. eine nächtliche totale Ausgangssperre, das Ausführen von Hunden nur 15 Minuten lang in der Nähe des Hauses erlaubt, strengere Beschränkungen zum Einkaufen, die Betreuung bedürftiger Personen erfolgt ausschließlich durch die Gemeinde, Beerdigungen dürfen nur Verwandte ersten Grades des Verstorbenen beiwohnen.

Heute nur 20 weitere Corona-Fälle (auf insgesamt 1.755, davon 1.407 aktiv und 90 mit schwerem Verlauf), sowie sechs Tote (auf 79).
Das Durchschnittsalter der bisher 79 Verstorbenen betrug 74 Jahre und 83,6 % hatten eine Grunderkrankung oder waren zumindest 70 Jahre alt.
Insgesamt wurden bisher 25.453 klinische Proben auf COVID-19 durchgeführt.


Hier zum vorherigen Teil: Corona-Lage auf Kreta bis zum 5. April 2020.


Weitere Informationen:

Corona-Fälle in Griechenland
Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für Griechenland
Informationen des griechischen Gesundheitsministeriums zu Corona in Griechenland (Englisch)
Offizielle griechische Informationsseite zum Corona-Virus (Griechisch)
Formulare und Hinweise für das Verlassen des Hauses (Englisch)


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